Wem sollte man Texte zur Übersetzung ins Englische anvertrauen?


Jeder der schon einmal eine Bedienungsanleitung gelesen hat und sich entweder über die schlechte Übersetzung als solches, über neue Wortschöpfungen oder vielleicht völlig sinnlose Sätze herzlich gelacht hat, kann obige Frage verstehen. Ja, wem soll man eine Übersetzung ins Englische anvertrauen?

 

 

In jedem Falle niemandem, der sich nicht ausführlich mit der englischen Sprache auskennt. Und hier ist auch schon das Problem. Nicht jeder, der die englische Sprache auch beherrscht und über ausreichend Zertifikat verfügt, ist auch in der Lage diese so lebendig zu sprechen, zu leben, lebendig werden zu lassen, dass das zu übersetzende Thema im eigentlichen Sinne auch vermittelt wird. Das Problem ist nicht das Beherrschen von Grammatik oder ein ausreichender Wortschatz. Das Problem ist meist der ungeübte Schreibstil der Person, die übersetzt, und das ungeübte bzw. oftmals fehlende feinfühlige Sprachgefühl, das erkennt, welche Zeilen noch zwischen den Zeilen stehen. Wer übersetzt, sollte in der Lage sein, die Worte sowohl im Sinn als auch im Ausdruck zu übersetzen. Gleichzeitig sollte der Übersetzende auch in der Lage sein, die Botschaft des Textes, der Werbung, des Flyers, der Hompage, der Firmenphilosophie, des Buches, der Kurzgeschichte, der Produktbeschreibung usw. mit in die Übersetzung einfließen zu lassen.

 

 

Ein guter Übersetzer hat ein Gespür für den Singsang der Sprache, für die Botschaft desjenigen, dessen Text er übersetzen soll. Wenn dieses Gespür fehlt, bleibt der übersetzte Text ohne Leben und bewirkt nicht das, was er sollte. Handelt es sich um eine reine Werbebotschaft, z.B. Werbung für ein Produkt, so kommt die Botschaft im schlimmsten Falle auch noch falsch bei dem Empfänger, sprich beim Kunden an. Sprache muss gelebt werden und nicht nur aus einem theoretischen Konstrukt oder toten Vokabeln bestehen. Daher sind englische Muttersprachler, sofern sie die deutsche Sprache gut beherrschen, immer besser geeignet für eine Übersetzung ins Englische als ein deutscher Muttersprachler - auch wenn dieser noch so gut die englische Sprache gelernt hat.

 

Grundsätzlich sollte man einen Übersetzer immer mit großer Sorgfalt aussuchen, sich ruhig etwas Zeit bei der Auswahl lassen und unter Umständen verschiedene Angebote einholen, bevor man sich entscheidet.