Geschichtliches zur englischen Sprache

Die englische Sprache gilt als indogermanische Sprache, ihr Ursprung liegt also recht nah an der deutschen Sprache, wobei sich das Englisch jedoch zunehmend in eine andere Richtung entwickelte, und in der wissenschaftlichen Einteilung näher am Hochchinesisch ist, als an den eigentlich verwandten Sprachen. Die Geschichte des Englischen geht bis ins 5. Jahrhundert nach Christus zurück, in welchem England von verschiedenen germanischen Stämmen, unter anderem den Angeln und den Sachsen erobert wurde. In dieser Zeit bildete sich auch das Englisch, aus welchem sich dann später auch der Name England ableitete. Das so entstandene Altenglisch, das bis ins 11. Jahrhundert hinein gesprochen wurde, hatte noch viel größere Ähnlichkeiten mit den anderen indogermanischen Sprachen, also auch dem Deutschen.

Geschichte der Englischen Sprache



Quelle: http://www.twigg.de/die-englische-sprache-kurzgeschichte.htm

Ihre erste große Wandlung ins Mittelenglisch erfuhr die heutige Weltsprache nach der Eroberung des Landes durch Wilhelm den Eroberer, nach welcher der gesamte Adel durch Franzosen ersetzt wurde. Wie auch im Rest von Europa galt plötzliche das höfische Leben der Franzosen als Vorbild und auch die französische Sprache als besonders vornehm, während die eigentliche Muttersprache von vielen Adeligen gar nicht mehr beherrscht wurde. Dennoch kam es nach und nach zu einer Vermischung, welche bis ins 16. Jahrhundert andauerte, und welcher ein Großteil des französischen Einflusses auf die englische Sprache geschuldet ist.

Das Frühneuenglisch, welches bis ins 19. Jahrhundert gesprochen wurde, jedoch nicht durchgängig als eigene Sprachperiode erwähnt wird, stand vor allem unter dem Einfluss des Buchdruckes, der damit verbundenen verbesserten Kommunikation, der Standardisierung der Sprache und der zunehmenden Alphabetisierung der Bevölkerung. Gleichzeitig erweiterte sich das Vokabular stark, da sich mit zunehmendem Wissensstand auch die Anforderungen an die Sprache veränderten. Besonders aus dem Lateinischen wurden Wörter entlehnt, zum Teil auch über den Umweg der französischen Sprache. Besonders Fachtermini wurden in dieser Phase entwickelt. Shakespeare gilt übrigens als Autor mit dem größten Wortschatz dieser Zeit, in welcher es auch diverse Bemühungen gab, die Sprache zu vereinheitlichen und zu konservieren, ähnlich der Académie Française. Sprache wurde damals nicht als lebendes, sich ständig wandelndes Phänomen wahrgenommen.

Seit dem 20. Jahrhundert spricht man vom modernen Englisch, welches immer noch einem starken Wandel unterworfen ist, vor allem des zunehmenden Bedarfes an Fachbegriffen in den verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen, aber auch viele Bedeutungsverschiebungen der Wörter sind zu erkennen, welche in der Sprache neue, bisher unbekannte Akzente setzen.